Landesenquete vom 2. Dezember 2013

Die 5. Landesenquete fand am Dienstag, 2. Dezember 2013, einen Tag vor dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, im eduCARE Seminarhotel in Treffen bei Villach statt und diente als Startschuss für die Erstellung des Kärntner Landesetappenplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention war.

„Inklusion im Sinne von Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Barrierefreiheit ist das erklärte Ziel der Kärntner Landesregierung und zieht sich als Querschnittsmaterie durch alle Lebensbereiche und damit auch durch alle Zuständigkeiten der Regierungsmitglieder. Gemeinsam soll auf Basis des Landesetappenplans bis zum Jahr 2020 die vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Zuständigkeitsbereich des Landes Kärnten erfolgreich abgehandelt werden", betonte Prettner vor rund 300 interessierten Teilnehmern.

Für Isabella Scheiflinger, Kärntner Anwältin für Menschen mit Behinderung, war die Auftaktveranstaltung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf Kärntner Landesebene ein ganz besonderer Moment, auf den auch die Anwaltschaft als gesetzliche Interessensvertretung der Menschen mit Behinderung lange hingearbeitet hat. Im Rahmen ihres Vortrages betonte sie, dass es jetzt – aufgrund eines einstimmigen Regierungsbeschlusses vom 19.11.2013 - die einmalige Chance gäbe, in einem ehrlichen und partizipativen Prozess die durch die UN-Konvention garantierten Rechte der Menschen mit Behinderung einzufordern und auf Landesebene umzusetzen.

Im Rahmen des Landesetappenplans, der in enger Zusammenarbeit mit der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung erarbeitete wird, soll in einem ersten Schritt im Jahr 2014 eine Erhebung der Ist-Situation und eine daraus resultierende Problemanalyse erfolgen. „Ab dem Jahr 2015 soll dann ein Masterplan mit Prioritätenreihung und konkreten verbindlichen Zeitplänen für die Umsetzungsphasen der einzelnen erforderlichen Maßnahmen erstellt werden. Es wird darauf Bedacht genommen alle politischen Referenten sowie Institutionen und Betroffene von Beginn an miteinzubinden", ist Prettner der Überzeugung, dass Inklusion ein gemeinsamer Weg aller maßgeblichen Kräfte sein muss. Für die operative Planung sowie die Steuerung des Projektablaufes wird eine Steuerungsgruppe eingerichtet werden, der neben Vertretern der Landesregierung und der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung auch weitere Vertreter der Menschen mit Behinderung angehören sollen.

„Schwerpunkte bei der Maßnahmenplanung sollen unter anderem in den Bereichen Barrierefreiheit, Arbeit und Beschäftigung, Sensibilisierung, Schul- und Erwachsenenbildung, Gesundheit und Gewaltschutz sowie Gleichstellung und Selbstbestimmung gesetzt werden. Zudem soll besonderes Augenmerk auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderung gelegt werden", umriss Prettner die wesentlichen Themenstellungen des Landesaktionsplans.

Einladung und Programm

Präsentation der Behindertenanwältin Mag Isabella Scheiflinger

Präsentation des Kärntner Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention